Google Ads für Handwerker: Anfragen statt Streuverlust
Wenn die Heizung ausfällt oder der Fliesenleger kurzfristig abspringt, wird nicht lange recherchiert – es wird gesucht und angerufen. Genau dort setzt Google Ads für Handwerker an. Der Unterschied zwischen einem Konto, das Anfragen bringt, und einem, das Budget verbrennt, liegt selten am Text der Anzeige, sondern an drei, vier Einstellungen. Dieser Beitrag zeigt, welche das sind, was ein Klick in Österreich realistisch kostet und woran du erkennst, ob sich die Sache rechnet.

Warum Google Ads für Handwerker so gut passt
Die Nachfrage ist schon da – sie muss nur gefunden werden.
Wer „Installateur Wien 1030“ oder „Rolladen reparieren Mödling“ eintippt, hat kein Interesse geweckt bekommen, sondern ein Problem. Diese Suchanfragen sind selten, aber wertvoll: Der Bedarf ist konkret, der Zeitpunkt ist jetzt, und die Entscheidung fällt meist innerhalb weniger Stunden. Deshalb funktioniert Suchwerbung im Handwerk oft besser als Werbung in sozialen Netzwerken, wo Nachfrage erst erzeugt werden muss – wir haben die beiden Kanäle in unserem Vergleich von Google Ads und Meta Ads ausführlich gegenübergestellt.
Dazu kommt der zeitliche Vorteil. Ein Betrieb, der heute anfängt, kann morgen Anfragen bekommen. Organische Sichtbarkeit über lokale Suchmaschinenoptimierung ist auf Dauer günstiger, braucht aber Monate. In der Praxis laufen beide Wege parallel: Anzeigen decken die Zeit ab, in der die Rankings noch nicht stehen. Wie wir Kampagnen für Betriebe aufsetzen, zeigt unsere Seite zu Google Ads für Handwerksbetriebe.
Der wirtschaftliche Rahmen spricht ebenfalls dafür, jeden Euro genau zu steuern. Laut der Konjunkturbeobachtung Gewerbe und Handwerk der KMU Forschung Austria (Q1 2026, veröffentlicht über die WKO) sind die Umsätze der Branche 2025 real um 3,3 Prozent gesunken, nominell um 0,6 Prozent; nur 34 Prozent der Betriebe planen für 2026 überhaupt Investitionen. Wer in einem solchen Umfeld wirbt, kann sich Streuverlust schlicht nicht leisten.
Was ein Klick im Handwerk kostet
Gute Nachricht: Das Handwerk gehört zu den günstigen Branchen.
Der Herold-Ratgeber zu den Kosten von Google-Werbung (2026) nennt für lokale Dienstleister wie Handwerk, Friseur oder Bäckerei Klickpreise von 0,80 bis 1,50 Euro. Über alle Branchen hinweg liegen österreichische Klickpreise demnach meist zwischen 0,50 und 2,50 Euro. Zum Vergleich: Versicherungen zahlen 5 bis 9 Euro, Rechtsanwaltskanzleien bis zu 10 Euro und mehr pro Klick. Ein Handwerksbetrieb kauft also vergleichsweise günstig ein.

Aus diesen Werten lässt sich grob rechnen. Der Herold-Ratgeber führt das Beispiel eines Installateurs durch: Bei 1,50 Euro Klickpreis und 1.500 Euro Monatsbudget entstehen rund 1.000 Klicks; bei drei Prozent Anfragequote sind das etwa 30 Anfragen im Monat. Ob das reicht, entscheidet dein Auftragswert – bei einer Heizungssanierung genügt eine einzige davon, bei einer Silikonfuge nicht.
Wo der Streuverlust wirklich entsteht
Fast immer in den Standard-Einstellungen, die niemand angefasst hat.
Der teuerste Fehler steckt in der geografischen Ausrichtung. Google empfiehlt in der eigenen Dokumentation die Einstellung „Anwesenheit oder Interesse“ als Standard – damit werden auch Menschen erreicht, die nur Interesse an deiner Region gezeigt haben, etwa weil sie danach gesucht haben. Für einen Onlineshop ist das sinnvoll, für einen Elektriker mit 30 Kilometer Einzugsgebiet nicht. Die Umstellung auf „Anwesenheit“ kostet zwei Klicks und schneidet oft einen guten Teil der wertlosen Klicks weg.
Der zweite Klassiker sind zu weit gefasste Suchbegriffe. Wer auf „Fenster“ bietet, zahlt für Fensterputzmittel, Fenstergriffe und Windows-Probleme mit. Der Suchbegriffbericht zeigt jede Woche, wonach wirklich gesucht wurde – daraus entstehen die auszuschließenden Begriffe. Wie stark relevante Anzeigen dabei auch den Preis beeinflussen, erklärt unser Beitrag zu Qualitätsfaktor und Anzeigenrang.

Der Anruf ist die eigentliche Conversion
Im Handwerk wird nicht ausgefüllt, sondern gewählt.
Rund 44 Prozent aller Seitenaufrufe in Österreich kamen im September 2025 laut Statista von Smartphones. Bei einem Rohrbruch dürfte der Anteil deutlich höher liegen – und wer am Handy sucht, tippt auf die Nummer, statt ein Formular auszufüllen. Deshalb gehören in ein Handwerkskonto:
- Anruf-Assets: Die Telefonnummer erscheint direkt in der Anzeige, der Anruf wird als Conversion gezählt.
- Ehrliche Geschäftszeiten: Anzeigen nur dann ausspielen, wenn tatsächlich jemand abhebt. Ein unbeantworteter Anruf ist teurer als kein Klick.
- Standort-Assets: Adresse und Entfernung schaffen bei regionalen Suchanfragen Vertrauen.
- Eine passende Zielseite: Leistung, Einzugsgebiet und Kontaktmöglichkeit im ersten Bildschirm, nicht die Startseite.
- Lokale Dienstleistungsanzeigen: Das Pay-per-Lead-Format von Google ist in Österreich unter anderem für Elektriker, Installateure und Handwerker verfügbar – als Ergänzung zur Suchkampagne einen Test wert.
Und schließlich: Ohne Messung ist jede Optimierung Meinung. Anfragen und Anrufe müssen als Conversion im Konto ankommen, sonst optimiert Google auf Klicks statt auf Aufträge. Anfragen und Anrufe sauber zu erfassen ist Aufgabe des Trackings – wie wir das aufsetzen, steht auf der Seite zur Analytics- und Tracking-Betreuung.
Häufige Fragen zu Google Ads für Handwerker
Klickpreise sind in der Branche moderat, die Nachfrage ist konkret und der Weg zum Anruf ist kurz. Wer Standort, Suchbegriffe und Messung sauber einstellt, macht aus einem überschaubaren Monatsbudget planbare Anfragen.

Mein Name ist Max, und ich habe die unglaubliche Gelegenheit, seit über einem Jahrzehnt in der Welt des Online-Marketings und Webdesigns zu arbeiten. Mit 35 Jahren bringe ich eine Fülle von Erfahrung mit, die ich im Laufe meiner Karriere erworben habe. Ich habe mit einigen der bekanntesten Marken der Welt zusammengearbeitet, darunter Redbull, Volkswagen & Hornbach.
